Brandenburger Jakobswege Via Imperii Stettin/Szczecin – Berlin
Aktuelle Hinweise

Bitte beachte, dass der Weg derzeit noch nicht vollständig ausgeschildert ist. Aktuell ausgeschildert ist ab der deutsch-polnischen Grenze bei Staffelde bis Schwedt (Oder) und zwischen Stolpe bis nach Bernau bei Berlin.

Die letzte Etappe zwischen Schwedt (Oder) und Stolpe wird derzeit noch markiert. Stand 06.04.2021

 

Der Wegeflyer und eine detaillierte Wegbeschreibung für den Wegeabschnitt sind derzeit noch in Planung. Für den Bereich ab Hohenreinkendorf bis Angermünde folgt der Weg weitestgehend dem "Märkischen Landweg" - hier kann hilfsweise auch auf die dortige Wegemarkierung mit dem blauen Kreuz zurückgegriffen werden.

 

 

Über die deutsch-polnische Grenze auf der Via Imperii nach Berlin

Unterwegs auf der Via Imperii

Die Via Imperii ist eine der bekanntesten Fernhandelsstraßen aus dem Mittelalter. Die römische Handelsstraße verlief von Stettin/Szczecin über Berlin, Leipzig, Nürnberg und Florenz nach Rom und verband wichtige Handels- und Wallfahrtsorte miteinander, wie beispielsweise die Hansestädte an der Ostsee mit Venedig. Pilger nutzten den Weg zu dieser Zeit um nach Jerusalem, Rom oder Santiago zu gelangen. Seit dem Frühjahr 2020 wird der Abschnitt von Stettin/Szczecin nach Bernau bei Berlin in Kooperation des Kloster Chorins mit der Jakobsmuschel ausgeschildert.

 

In Leipzig trifft die Via Imperii auf die Via Regia, welche weiter nach Santiago de Compostela zum Heiligen Grab des Apostels Jakobus führt.

 

Die 10 Etappen mit insgesamt ca. 208 km führen durch die Uckermark mit dem Flussauen-Nationalparks Unteres Odertal, das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin und den Naturpark Barnim mit dem Nonnenfließ und dem Naturschutzgebiet Biesenthaler Becken bis in die Hauptstadt Berlin.

 

Etappenvorschläge (9-10 Tage)

  1. Stettin/Szczecin, Ustowo/ Kurów (6-8 km)
  2. Ustowo/Kurów, Gartz (26-28 km)
  3. Gartz, Schwedt (30 km)
  4. Schwedt, Stolpe (22 km)
  5. Stolpe, Angermünde (14 km)
  6. Angermünde, Serwest (23-24 km)
  7. Serwest, Eberswalde (22 km)
  8. Eberswalde, Melchow (15 km)
  9. Melchow, Bernau bei Berlin (18 km)
  10. Bernau bei Berlin, Berlin-Mitte (30 km)

 

 

 

Wegbeschreibung

Die Via Imperii startet an der Jakobikirche in Stettin/Szczecin. Der backsteingotische Kirchenbau aus dem 12 Jh. ist das zweithöchste Gotteshaus in Polen. Zunächst geht es aus der Stadt hinaus ins ländliche Polen. In weiten Abschnitten entlang der Oder führt der Weg durch Westpommern. Kurz nach dem polnischen Örtchen Pargowo überqueren wir die Grenze nach Deutschland. Der Weg führt über Felder, Wiesen und Wälder durch die Uckermark nach Gartz und weiter entlang des einzigartigen Flussauen Nationalpark Unteres Odertal nach Schwedt und Stolpe. In Angermünde erwartet uns das über 700 Jahre alte Franziskaner-Kloster. Wir folgen dem Weg über Schmargendorf nach Groß Ziethen. Wer mag, kann einen Rundweg durch den Buchenwald Grumsin einbeziehen. Weiter geht es über Serwest zum Ökodorf Brodowin. Das 750 Jahre alte ehemalige Zisterzienserkloster Chorin erreichen wir über eine alte Feldsteinpflasterstraße. Es ist touristische und spirituelle Station auf dem Jakobsweg. Weiter führt der Weg nach Eberswalde mit der Alten Stadtschleuse und der Maria-Magdalenen-Kirche aus dem 13. Jh. Durch das idyllische Nonnenfließ im Schwärzetal erreichen wir Melchow und wenige Kilometer darauf Biesenthal. Weiter führt uns der Weg durch das Naturschutzgebiet Biesenthaler Becken nach Bernau zur beeindruckenden St. Marien-Kirche. Der geschnitzte Altar zeigt auch eine Figur des Heiligen Apostels Jakobus. Nach insgesamt ca. 208 km erreichen wir auf unserer letzten Etappe das Brandenburger Tor in Berlin.

 

Sehenswertes

  • Stettin/Szczecin: Jakobskathedrale/ Jakobikirche
  • Nationalpark Unteres Odertal
  • Gartz (Oder): St. Stephan-Kirche, Stettiner Tor
  • Schwedt (Oder): St. Mariä Himmelfahrt, St. Katharinenkirche, Hugenottenpark, jüdisches Ritualbad und Altstadt
  • Stützkow: Aussichtspunkt „Blick ins Odertal“ vom Richterberg
  • Stolpe: Kulturkapelle, Stolper Turm
  • Angermünde: Franziskanerkloster, St. Marien-Kirche, Heilig-Geist-Kapelle, Rathaus und Altstadt
  • Wolletzsee, Dorfkirche in Altkünkendorf und Buchenwald Grumsin (Alternativroute ab Angermünde)
  • Schmargendorf, Klein Ziethen und Groß Ziethen: Dorfkirche
  • Ökodorf Brodowin: Hofladen und Café, Dorfkirche
  • Kloster-Chorin: das Zisterzienserkloster aus dem 13. Jahrhundert ist eines der bedeutendsten Backsteingotikgebäude in Brandenburg
  • Eberswalde: Maria-Magdalenen-Kirche, St. Georgs-Kapelle und St. Peter-und-Paul Kirche, Alte Schleuse, Finowkanal, Forstbotanischer Garten, Zoo
  • Naturpark Barnim: Nonnenfließ und Schwärzetal, Biesenthaler Becken
  • Biesenthal: St. Marien-Kirche
  • Bernau: St. Marien-Kirche und Altstadt mit Stadtmauer

 

Kombinationsmöglichkeiten

 

 

Offizielle Pilgerherberge

 

  
Foto: Uhlemann                                        Foto: Sarah Fuchs

 

Lange Ohren, weiche Schnuten - Übernachten bei Packeseltouren Brandenburg

Sarah Fuchs hält eine 30-ohrige Esel- und Maultierherde, die für geführte Packeseltouren durch den Nationalpark Unteres Odertal zur Verfügung steht. Die schönste Form des Wanderns ist für Sarah Fuchs die in Begleitung von Eseln, gleichwohl sind alle Pilgerinnen und Pilger, ob nun mit oder ohne Esel, herzlich in Stolzenhagen willkommen!

Für die anspruchsvollen Pilgernden steht eine Ferienwohnung mit 4 Betten (2 Einzelbetten, 1 Doppelbett), Küche und Bad bereit. Wer aber auf den üblichen Luxus verzichten mag, der kann kostengünstig auf dem Heuboden im Heu oder in der Hängematte übernachten. Umweltfreundliche, hygienische Sägespan-Toilette und einfache Waschgelegenheit.

Das Besondere: Eselkontakt ist natürlich inbegriffen!

 

Sarah Fuchs
Ernst-Thälmann-Str. 10
16248 Lunow-Stolzenhagen

 

Bitte vorher anmelden!
033365 714315
kontakt@packeseltouren-brandenburg.de
www.packeseltouren-brandenburg.de

 

Kosten: ab 10 Euro

Weitere Herbergen auf der Via Imperii von Stettin/Szczecin nach Berlin findet ihr in unserem Herbergsverzeichnis!

 

 

Pilgerangebote

Foto: Merith Sommer

 

 

Stille Stunde im Kloster Chorin

 

Jeden zweiten Freitag im Monat lädt das Kloster Chorin in den Abendstunden zu einer meditativen Schweigestunde ein.

 

Das Angebot ist kostenlos, am Ende gibt es die Möglichkeit eine Spende zu geben.


Kloster Chorin
Amt Chorin 11a
16230 Chorin

 

www.kloster-chorin.org

 

 

 

 

Weitere Angebote

  • Pilgerbrot (zum halben Preis gegen Vorlage des gestempelten Pilgerpass)
    in der Bäckerei Wiese, Friedrich-Ebert-Straße 13 und im Kaffeehaus Gustav, Marktplatz, 16225 Eberswalde
  • Pilgermenü Bauernfrühstück & 0,3L Getränk nach Wahl (10 % gegen Vorlage des gestempelten Pilgerpass)
    im Restaurant Alte Brauerei, Eisenbahnstraße 29, 16225 Eberswalde
  • Pilgerstulle
    im Café am Weidendamm, Schicklerstraße 4, 16225 Eberswalde
  • Pilgerrabatt in der Apotheke (10 % gegen Vorlage des gestempelten Pilgerpass)
    in der Ginkgo Apotheke, Breite Str. 40 und Forst Apotheke, Friedrich-Ebert-Straße 27 a, 16225 Eberswalde

 

 

Fotos: Merith Sommer